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Am Anfang war alle Software frei. Dann kamen Reiter und Schmid.

Der Vorsitzende des Kreisverbandes der Münchner Piraten und Software-Entwickler Thomas Mayer nimmt zur aktuellen LiMux-Debatte Stellung:

„Die Stadt München ist durch den Einsatz von Open-Source-Software wesentlich flexibler und unabhängiger. Auf der Homepage der LHM wird die IT-Evolution als erfolgreich abgeschlossen erklärt. Trotzdem gehen die beiden ersten Bürgermeister jetzt mit ihren Einzelmeinungen hausieren – gegen die geschlossene Meinung des Stadtrats; und LiMux muss mal wieder als Sündenbock für nicht funktionierende Verwaltungsabläufe herhalten.“

Mayer weiter: „In der Stadtverwaltung werden sensible Daten von Bürgern verarbeitet. Die Stadt muss sicherstellen, dass diese Daten von Dritten nicht ausgelesen werden können. Geschlossene Systeme bieten diese Sicherheit nicht: Solange kein Außenstehender den Quellcode überprüfen kann, bleibt es ungewiss, ob keine Abhörschnittstellen in der Software integriert sind. Gerade als Software-Entwickler weiß ich diesen Vorteil zu schätzen.

Open-Source-Software ist an keinerlei Vertragslaufzeiten und kostenpflichtige Lizenzen durch einen Hersteller gebunden. Im Gegensatz zu Berlin steht die Stadtverwaltung in München nicht mit einer Software da, für die es seit einem halben Jahr keine Sicherheitsupdates mehr gibt. München hat bei seiner IT-Infrastruktur eine Vorreiterrolle inne – diese sollte sie sich nicht so einfach wegnehmen lassen, nur weil OB Reiter nach seiner Amtseinführung auf sein Dienst-Handy warten musste.“

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