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Protestmarsch gegen Monsanto – die bayrischen Piraten sind mit dabei

Am Samstag am weltweiten Aktionstag gegen Monsanto fand auch in München ein Protestmarsch gegen Monsanto statt. Die bayrischen Piraten waren mit von der Partie.

Johannes Schmidt (2.v.l) und weitere Piraten auf dem Marsch gegen Monsanto
Johannes Schmidt (2.v.l) und weitere Piraten auf dem Marsch gegen Monsanto

Weltweit agierenden Saatguthersteller wie Monsanto sollen stark von der neuen Verordnung der EU profitieren welche derzeit ausgearbeitet wird. Schon heute schrumpft der Marktanteil kleinerer Hersteller beständig, während die sechs größten Hersteller von Saatgut ihren Marktanteil innerhalb von 17 Jahren verdoppeln konnten. Diese Konzerne und  Interessenverbände haben bereits im Vorfeld ihre Vertreter strategisch klug platziert. Dabei geht es nicht allein um das Saatgut. Konzerne wie Bayer bieten speziell auf die Pflanzen abgestimmte Dünger und Pestizide an. Zudem handelt es sich bei vielen Sorten um  sogenannte Hybride. Das sind Pflanzen, die nur im ersten Jahr ertragreich sind. Das treibt Landwirte in eine Abhängigkeitsfalle gegenüber den Saatgut- und Pflanzenschutzmittelkonzernen.

Gegen solche Praktiken sprechen sich die Piraten entschieden aus. Geschäftspraxiken und Beeinflussungen der Politik durch Hersteller wie Monsanto gilt es zu unterbinden. „Jeder der sich mit dieser Saatgutverordnung näher beschäftigt erkennt wie stark die großen Unternehmen daran mitgewirkt haben. Die EU-Komission soll sich den Einwohnern Europas und nicht den wirtschaftlichen Interessen von Lobbyverbänden verpflichtet fühlen!“ so Johannes Schmidt, Landtagsdirektkandidat aus Traunstein.

Nur die Sortenvielfalt als auch die Unabhängigkeit von bestimmten Konzernen kann eine nachhaltige Agrarwirtschaft garantieren. Gerade alte oder lokale Sorten wichtig für die Vielfalt auf unseren Tellern und den Erhalt der bäuerlichen Kultur. Jede einzelne  dieser Sorten enthält gewisse Genbestandteile, die für spätere  Züchtungen von Bedeutung sein können. So sind zur Zeit in Deutschland  etwa 2000 verschiedene Apfelsorten bekannt. Für industrielle Kreuzungen finden jedoch nur weniger als zehn Verwendung! Die alten und lokalen Sorten sollen durch die EU-Verordnung jedoch nur noch geduldet werden und werden als „Nischenprodukt“ klassifiziert. Daher lehnen die bayerischen PIRATEN Patente auf Saatgut ab. Zudem stellen sie sich strikt gegen genmanipuliertes Saatgut, welches nur mit speziellen, patentierten Pflanzenschutzmitteln überlebensfähig ist.

Das Video mit der Rede von Johannes Schmidt stellen wir im Laufe des Tages online

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