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EU – ein Traum wird zum Albtraum

Das hätten sich die Gründerväter der EU, angefangen beim Brüsseler Pakt über die Römischen Verträge und des Vertrages von Maastricht bis zum Vertrag von Lissabon, sicher nicht gedacht, dass sich die Europäische Union so spaltet und sich moralisch sehr bedenklich entwickelt wie heute.

Der Beginn der Spaltung liegt im Jahre 1960, als die frz. Nationalversammlung gegen den Beitritt Großbritanniens in die EWG (Politik des leeren Stuhls) stimmte und Großbritannien in den 80ern die Absenkung der britischen Beitragszahlungen durchsetzte.

Dazu sei mir eine Anmerkung gestattet:

1. Staatliche Animositäten führen zu nichts
2. Nehmen ist wohl seeliger als Geben

Aber nun genug der Vorworte, worum es mir hier geht, ist die Moral und Ethik dieser mit dem Friedensnobelpreis gekürten Europäischen Union und ihrem Subsidiaritätsprinzip.

Ein Beispiel von vielen ist die europäische Fischereipolitik, denn die Republik Senegal hat mit der Europäischen Union ein Fischereiabkommen geschlossen, worauf europäische Fischereiflotten die westafrikanischen Küsten dermaßen überfischt haben, das die Fangkapazität einheimischen Fischer nahe Null tendiert. Ebenso tragen auch Waffenlieferungen in den Nahen Osten zum Exodus Richtung EU bei.

Griechenland und Italien sind mit der Anzahl der dort ankommenden Flüchtlinge überfordert und überlastet, weshalb sie die Flüchtlinge und deren Versorgung einfach auf den nächstgelegenen Mitgliedsstaat abschieben. Die osteuropäischen Staaten wehren sich mit Händen und Füßen und vor allen mit fadenscheinigen Argumenten gegen eine Quotenreglung vor allem gegen islamische Flüchtlinge, da sie einen christlichen Werteverfall sehen. Hallo, geht’s noch? Es geht hier um Menschen, die vor Krieg jeglicher Art und Gewalt fliehen, da spielt die religiöse Ausrichtung keine Rolle. Außerdem: Flucht ist keine freiwillige Bewegung in eine bestimme Richtung.

Das politische Roulettespiel um den Umgang mit Flüchtlingen des ungarischen Premiers Viktor Orbán entbehrt jeglicher Moral und Ethik. Wer Flüchtlinge wie Menschen unterster Klasse behandelt und diese mit minimalster Versorgung so schnell wie möglich wieder außer Lande haben und deren Einreise mit einem 174 km langen Zaun verhindern will, hat keinen Sinn für europäische Werte. Was kommt nach dem Zaun? Eine Mauer – Selbstschußanlagen?

In Deutschland lobt man das ehrenamtliche Engagement gegenüber den Flüchtlingen, gleichzeitig überlegt die Bundesregierung, wie man Flüchtlingen das Asyl erschweren könnte.
Was unternimmt die Legislative gegen die Ewiggestrigen und (geistigen) Brandstifter ausser
„Blablabla“ und verbaler Erschütterung? Nichts, absolut nichts!

Ich bin der Meinung, dass humanistische und christliche Werte in der EU von heute verloren gegangen sind.

„Ich erkläre das Modell der Europäischen Union für gescheitert!“

Peter Bauer
Schatzmeister KV München

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