Neues aus dem Stadtrat

KVR-Ausschuss auf Radl-Infofahrt in Amsterdam, Rotterdam und Utrecht

Vergangene Woche habe ich an einer dreitägigen Informationsfahrt des KVR-Ausschusses zum Thema Radlverkehr nach Holland teilgenommen. Besucht haben wir dabei die Städte Amsterdam, Rotterdam und Utrecht. Das sehr ambitionierte Programm der Reise, wir waren täglich von 8:00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr unterwegs, brachte viele wertvolle Informationen und Eindrücke. Insgesamt haben wir an den drei Tagen ca. 100 km auf dem Fahrrad zurück gelegt. Ich war einer der Glücklichen, da ich mit einem Pedelec (Elektrobike) unterwegs war. Dank der Disziplin der 30 Teilnehmer (Ausschussmitglieder, KVR Referent Dr. Blume-Beyerle, Mitarbeiter des KVR, Planungs- u. Baureferates) haben wir den sehr engen Zeitrahmen dieser Exkursion sehr gut eingehalten. Insgesamt hörten wir acht Vorträge in den einzelnen Städten zum Thema Radlverkehr. Empfangen wurden wir jeweils von örtlichen Vertretern der Stadtverwaltung, in Rotterdam vom 2. Bürgermeister. Beeindruckend waren besonders die neugebauten Hochhäuser der Stadtverwaltung in Rotterdam und Utrecht (40 bzw. 20 Stockwerke hoch).

Da der innerstädtische öffentliche Nahverkehr in Holland nicht so gut ausgebaut ist, gibt die Verwaltung hier dem Radverkehr eindeutig den Vorzug (die Bahnverbindungen zu den Zentren sind dagegen hervorragend). Gut ausgebaute Radwege, viele Parkmöglichkeiten für Fahrräder und eine bewusste Zurückdrängung des Autoverkehrs zeugen davon. Mich persönlich haben besonders die Fahrradparkhäuser in Utrecht und Rotterdam beeindruckt. Hier können bis zu 1500 Räder gesichert, gut erreichbar abgestellt werden. In jeder dieser Garagen befindet sich eine privat organisierte Servicestation, bei der auch Fahrräder angemietet werden können. Diese riesigen unterirdischen Räume sind taghell erleuchtet und mit einem Parkleitsystem ausgestattet. Die Zugänge können mit dem Fahrrad angefahren werden. Zusätzliche Rollbänder erleichtern den Zugang. Die ersten 24 Stunden zum Parken sind gebührenfrei, dann sind pro Tag 50 Cent fällig. Auffällig war außerdem in allen Städten, dass Radfahrer an allen Ampeln durch kurze Warteinterwalle bevorzugt werden. Die Gehsteige in den besuchten Städten sind dagegen in der Regel sehr schmal. Das Fahrrad hat überall Vorrang.

In Utrecht wurde uns empfohlen, um das Radfahren attraktiv zu machen, den Slogan aus „Freude am Fahren“ zu verwenden. Ich musste den Referenten leider darauf hinweisen, dass dieser Slogan bei uns seit Jahren von der Firma BMW besetzt ist. Es gäbe noch vielmehr zu berichten (z.B. sieht man keine wild abgestellten Radl an Bäumen oder Laternen), aber dafür reicht der Platz hier nicht. Bedanken möchte ich mich bei Herrn von Sassen vom KVR, der diese eindrucksvolle Reise minutiös organisiert und geleitet hat.

Gratuliert habe ich gestern einer 100-jährigen in Vertretung des OB und im Namen der Landeshauptstadt zu ihrem Festtag. Da es der Frau gesundheitlich nicht gut geht, wünsche ich ihr auch auf diesem Weg alles, alles Gute.

Euer Thomas

  1. Die Stadt München sollte die Engstelle am berühmten Radschnellweg von Pasing in die Innenstadt an der Grünanlage Wotan-/Ecke Margarethe-Danzi-Straße in Laim/Schloßmauer Nymphenburger Park sofort beseitigen. Da ist vom Gartenbaureferat eine fiese unübersichtliche Hecke absichtlich gepflanzt worden, die aber gefährlich ist, zudem die Sicht behindert auf kleine Kinder mit ihren Tretrollern und die Radfahrer unnötig runterbremst. Diese Stelle ist der Radlhauptstadt München unwürdig.

    Ich wünschte die Piraten säßen im Bezirksausschuß. Bei der nächsten Wahl bitte auch in den Bezirksausschüssen antreten. Oder einen Infostand an dieser Stelle aufstellen, dann wissen die Radfahrer, wen sie besser wählen sollen.

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